Allgemein

drinkability beim Bier

Drinkability

Drinkability kommt aus dem Englischen und heißt sehr grob übersetzt „Süffigkeit“ (siehe Wörterbuch).

Die Bedeutung „süffig“ trifft aber beim Brauer bereits den Nerv und wird oft nicht so gern gehört.Denn süffig wird gleichgesetzt mit süß. So wird also Drinkability auch oft mit leichter Trinkbarkeit verglichen. Die Qualität und hervorragende Zutaten sind dem Verkoster und Braumeister jedoch wichtiger als nur Drinkability auf Masse. Süffige Biere laufen zwar gut durch die Kehle, sind dann aber doch charakterlos gebraut.

Auf jeden Fall kann das Wort Drinkability nicht auf Süffigkeit reduziert werden, diese Bezeichnung des Begriffes wäre zu einfältig. Hier wird das Getränk Bier angesprochen, das vollmundig im Geschmack ist, mit einer Vielfalt von Aromen gebraut wird,einen starken Charakter und edle Hopfenbittere aufweist.

Das wichtigste Augenmerk bei der Herstellung von Drinkability  ist immer der geschmackliche Eindruck, die Frische, die Farbe und dass das Bier zum Weitertrinken einlädt.

Allerdings wird der Begriff drinkable im Englischen auch dafür verwendet, dass  etwas trinkbar ist wie zum Beispiel trinkbares Wasser zur Lebensmittelherstellung oder eben gut trinkbares Bier.

Eine große Rolle bei der Einführung des Wortes Drinkability spielt das Craft-Beer. Das konnte man bereits im Jahre 2019 auf der 5. Mainzer Craft Beer Messe sehen. Dort wurden 320 Biersorten aus verschiedenen Brauereien vorgestellt und auch dort hieß das neue Wort „Drinkability’“.  Dabei wird hier der Begriff so gewertet, dass immer mehr Biere auf den Markt kommen, die weniger Alkoholgehalt intus haben als herkömmliche Bierstile wie z.B. das Pilsener. Der Biertrinker kann bei dem Biertyp „Drinkability“ dann ruhig ein Glas mehr trinken, da die Drinkability Eigenschaft des Bieres leichter ist. Für immer mehr Leute ist „Drinkability“ eine wichtige Sache und in den letzten Jahren ist dieser Trend zu beobachten.

Beurteilung von Bieren

Auch bei der Beurteilung von Bieren spielt Drinkability eine Rolle. Bei der Beurteilung von Bieren werden folgende Punkte beachtet:

  • Farbe
  • Geschmack
  • Glanzfeinheit
  • Geruch
  • Schaum
  • Bittere
  • Nachtrunk

Und natürlich Drinkability.

Als Eigenschaft des Bieres nimmt  Drinkability eine immer größere Rolle beim Gesamteindruck eines Bieres ein. Drinkability hat allerdings wenig mit Geschmack zu tun, sondern hauptsächlich bei der Bewertung, ob das Bier zum Weitertrinken einlädt oder nicht. So kann ein Bier mit einem starken Körper geschmacklich hervorragend gelungen sein, aber auf Grund seiner Schwere bleibt die Einladung auf das Weitertrinken aus.

Im Übrigen werden auch Drinkability Biere nach dem Deutschen Reinheitsgebot gebraut und es braucht auch hier nicht viele abenteuerliche Zusätze, um ein gutes Bier zu brauen.

Biere mit guter Drinkability

Biere mit guter Drinkability werden unterschiedlich gebraut zum Beispiel mit traditioneller Brauweise mit offener Gärung. Sie sind entweder mit zurückhaltender Herbe versetzt oder sie verwöhnen den Gaumen fruchtig. Eine lange Lagerzeit und qualitativ hochwertige Rohstoffe sollten alle guten Biere haben. Und auch die Temperatur spielt bei der Herstellung eine bedeutende Rolle für Geschmack und Aroma.

Auch immer mehr Verbände der Hobbybrauer widmen sich den Drinkability Bieren und ermitteln bei Meisterschaften sogar das beste Irish Ale; ein Bierstil irischer Herkunft, der sich durch hohe Drinkability, sanfte Bittere und weichen Trunk auszeichnet.

BierBrauereiDrinkability
Bruckners Erzbräu Bio ImperialBruckners BierweltGute Drinkability
Chopfab AmberDoppelleu Boxer AGHohe Drinkability
6 Beers TropicAle American Pale Ale6 Beers Brewing ColGute Drinkability

Es gibt noch weitaus mehr Biersorten mit guter Drinkabiltiy. Grundsätzlich gilt für den Bierfreund, der ein Bier mit guter Drinkability sucht, dass das Bier ausgewogen sein muss und zwar zwischen Vollmundikgeit und einer gewissen Weichheit des Trunks. Auch die Balance zwischen Rezenz und Bittere sollte ausgewogen sein.
International gesehen steht für Drinkability das Lager. Es ist ein Bier ohne intensive Aromatik. Es hat kaum Ecken und Kanten und lässt sich gut wegtrinken.

Drinkability – aber bitte nicht grenzenlos

Drinkability ist die Bezeichnung für „Wegtrinken“ – „Weitertrinken“.
Ein Grund für dieses Weitertrinken ist die Lagerung der Biere. Wenn Bier zu lange gelagert wird, dann verändert sich die Drinkability. Das Bier zeigt Geschmacksveränderungen, den sogenannten Alterungsgeschmack. Und der wiederum ist auch ein Grund, um weiter zu trinken. Wenn das Bier auch noch so gut schmeckt und auch noch so Drinkability ist, sollte doch nie vergessen werden, dass es sich um Alkohol handelt, der in großen Mengen immer zu gesundheitlichen Schäden führen kann.
Süffig und genießen, geht bestimmt auch.

In diesem Sinne – Prost!

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