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Älteste Brauerei der Welt

Bekannt als die älteste Brauerei der Welt ist die Weihenstephan Brauerei. Jedoch haben Archäologen in Israel nun die weltweit vermutlich älteste Stätte zur Alkoholproduktion gefunden. Vor 13.000 Jahren wurde da bereits ein bierähnliches Getränk auf Festen getrunken. Das damalige Getränk hatte allerdings weniger Alkohol als das heutige Bier, wurde aber gegoren.

Diesen spektakulären Fund machten Archäologen bei Ausgrabungen in der Höhle Rakefet. Die Höhle Rakefet liegt südlich der israelischen Küstenstadt Haifa. Die Archäologen sind sich einig, dass es sich hierbei um den ältesten Hinweis auf eine Alkoholproduktion weltweit handelt.

Eigentlich diente die Felshöhle den Menschen damals als Grabstätte (Kultur des Natufien 12.500 bis 10.000 v. Chr.). Die Plattform in der Felshöhle wurde mit Blumen und Pflanzen bedeckt und die Toten wurden auf der Plattform beigesetzt. Doch nicht nur die Beisetzung der Toten in der Höhle konnten die Archäologen zu Tage bringen, sondern auch die bierähnliche Produktion, die dann zum Fest getrunken wurde.

Das Getränk Bier musste für die Angehörigen des Natufien von sehr großer Bedeutung gewesen sein, denn es wurde mit enorm großem Aufwand hergestellt. Sogar eine Lagerkammer wurde in der Felshöhle entdeckt. Das Getreide wurde in 40 bis 60 cm tiefen Gruben gelagert.

Veröffentlicht wurde das Ergebnis der Forschungsarbeit in der Fachzeitschrift „Journal of Archeological Science“.

Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan

Über die Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan sagt man, dass sie die älteste Brauerei der Welt ist. Auf jeden Fall ist sie die älteste Brauerei, die heute noch als Unterthemen tätig ist und Bier braut.

Die Geschichte der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan:

 im Jahre 725 gründet der heilige  Korbinian mit zwölf Gefährten auf dem Nährberg ein Benediktinerkloster

  • damit Begründung der Braukunst in Weihenstephan
  • im Jahre 1040 offizieller Beginn des Bierbrauens
  • Abt Arnold gelingt es der Stadt Freising das Brau- und Schankrecht abzuluchsen
  • die Geburtsstunde der Klosterbrauerei Weihenstephan war eingeläutet
  • Zwischen den Jahren 1085 und 1463 brannte das Kloster Weihenstephan vollständig ab und das gleich viermal
  • immer wieder Aufbau und Neuanfang
  • am 24. März 1803 erfolgte die Auflösung
  • sämtliche Rechte und Besitztümer gingen im Zuge der Säkularisation an den bayerischen Staat über
  • Führung unter weltlicher Leitung vom Königlichen Staatsgut Schleißheim
  • im Jahre 1852 zogen die bayerischen Brauschüler durch den Umzug ihrer landwirtschaftlichen Zentralschule von Schleißheim nach Weihenstephan
  • später 1930 Aufgang zur Technischen Universität München
  • Weihenstephan entwickelte sich nun zum Zentrum der Brautechnologie weltweit
  • in Weihenstephan werden aus aller Herren Länder die besten Brauer der Welt gemacht
  • im Jahre 1921 erhält die Brauerei die Bezeichnung Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan
  • seit 1923 führt sie das große bayerische Staatswappen als Firmenzeichen
  • heute ist die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan nicht nur die älteste Brauerei der Welt, sondern auch eine der modernsten Brauereien

 Heute wird der gute Ruf der Brauerei durch hunderte von Braumeistern in die Welt hinausgetragen, die ihr Handwerk in Weihenstephan gelernt haben.

 Älteste Klosterbrauerei der Welt

Die älteste Klosterbrauerei der Welt liegt an einem wahren Traumort. Das uralte Benediktinerkloster- Kloster Weltenburg – liegt an der Donauschleife. Weltenburg liegt am Donaudurchbruch. Das ist eine Engstelle des Donautals im niederbayerischen Landkreis Kelheim.

In der ältesten Klosterbrauerei der Welt – Klosterbrauerei Weltenburg – wurde bereits um 1050 Bier gebraut. Die Ursprünge des Benediktinerklosters gehen gar auf das Jahr 617 zurück. Heute kann das Kloster ganzjährig besichtigt werden. Es liegt mitten im Naturschutzgebiet „Weltenburger Enge“. Das ist der letzte Wildflussabschnitt der Donau in Bayern.

Das Kloster hat einen wunderschönen Biergarten, der im Sommer zum Verweilen einlädt. In den Wintermonaten verwandelt sich das Kloster in ein Wintermärchen, wenn es in einer traumhaften Winterlandschaft versinkt.

Das Museum im historischen Felsenkeller der Klosterbrauerei, als auch die Benediktinerabtei mit der Klosterkirche aus dem 18. Jahrhundert, laden unbedingt zu einem Besuch ein. Die Benediktinerabtei mit der Klosterkirche gilt als ein Hauptwerk der barocken Baukunst in Deutschland.

Die älteste Münchner Brauerei

Das Gründungsjahr der ältesten Brauerei in München – Augustiner Brauerei – geht auf das Jahr 1328 zurück. Die Brautätigkeit ist urkundlich erst seit 1411 nachweisbar.

Augustinerbräu ist heute die größte Privatbrauerei in München. Hervorgegangen ist die Brauerei aus einem Augustinerkloster. Vor der ersten Münchner Stadtmauer wurde 1924 auf dem Habefeld das Augustinerkloster eröffnet. Heute ist dort der Sitz des Polizeipräsidiums.

Im Jahre 1803 wurde das Kloster säkularisiert . Auch die Augustinerkirche wurde anderweitig genutzt, nämlich als Mauthalle und die Brauerei erlebte die Privatisierung.

Der mit der Brauerei verbundene Name wird erstmals 1829 erwähnt.

Heute ist Edith Haberland-Wagner die letzte Verwandte mit den Nachnamen Wagner und Haupteigentümerin der Brauerei. Die von ihr gegründete Stiftung, die sich besonders in den Bereichen Jugend- und Denkmalschutz engagiert, hält über 50 Prozent der Augustiner Brauerei.

Älteste Brauerei in Franken

Die Weißenoher Klosterbrauerei geht auf das Gründungsjahr 1058 zurück (wird auch Weißenoher Klosterbrauerei genannt). Hier handelt es sich um eine Bierbrauerei im oberfränkischen Weißenohe. Das ist eine Gemeinde im Landkreis Forchheim.

Das Kloster Weißenohe wurde in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts gegründet. Direkt im Anschluss wurde die Brauerei errichtet.

1803 wurde im Zuge der Säkularisation der gesamte Komplex verkauft. Der Braumeister Friedrich Kraus erwarb 1827 das Braurecht und die Braustätte. Die Klosterbrauerei Weißenohe ist seither im Familienbesitz.

Das verwendete Wasser zum Brauen wird aus hauseigenen Quellen entnommen in den Jurahöhen der Fränkischen Schweiz. Das Wasser ist hart und kalkhaltig, Hopfen und Gerste stammen aus der Region und die Brauhefe wird dort selbst vermehrt. Durch eine Kieselgurfiltration wird die Hefe abgetrennt.

Älteste Brauerei Sachsens

Das Brauerei Meißen, heute „Meissner Schwerter Privatbrauerei“, ist die älteste Brauerei in Sachsen und wurde 1460 das erste Mal urkundlich erwähnt. Eduard Bahrmann, er war der Hirschsteiner Brauereibesitzer, kaufte 1868 die Brauerei Meißen. Seine Söhne führten das Unternehmen fort und sie errichteten im Jahre 1897 einen Brauereineubau in Cölln.

Die Stadt Meißen kann auf eine über 1000-jährige Geschichte zurückblicken und die Stadt blieb von den beiden Weltkriegen fast unzerstört. Als jedoch polnische Truppen die Albrechtburg anzündeten, rettete das Meißner Bier die Burg. Der Brand wurde mit dem Meißner Honigbier gelöscht. So sagt es die Geschichte.

Heute führt Eric Schäffer die Meißner Schwerter Brauerei als Familienunternehmen seit dem Kauf im Jahre 2009 fort.

Im Jahre 2015 wurde das 555. Brauereijubiläum gefeiert. Speziell zu diesem Anlass gab das Postunternehmen PostModern eine Sonderbriefmarke heraus.

BildFazit

Wer nun tatsächlich die älteste Brauerei der Welt ist, ist schwer zu sagen, denn man kann sich immer nur auf Geschichte und urkundliche Erwähnungen berufen. Und da liegen natürlich nicht von allen Brauereien und Klosterbrauereien Dokumentationen vor. Fakt ist aber, dass Brauereien generell so ziemlich die ältesten Unternehmen der Welt sind. Und wenn man die älteste Brauerei der Welt sucht, ist das schon eine Hausnummer, dies mit absoluter Gewissheit zu sagen. So gibt es das Brauunternehmen Kongo Gumi aus Osaka mit der Gründung im Jahre 578.

Und hier noch einige weitere sehr alte Brauereien:

JahrBrauerei
1120Lazarus Hilfswerk
1131Schlossbrauerei Herrngiersdorf
1160Hofbrauhaus Freisnig
1182Klosterbräu Irsee
1266Bolten Brauerei
1268Brauerei Aldersbach

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